Leistungen zum Lebensunterhalt

Neben den Leistungen zur Integration in den Arbeitsmarkt können Sie auch finanzielle Leistungen für sich und Ihre Angehörigen erhalten, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt oder den Unterhalt Ihrer Familie nicht selbst, z.B. durch Annahme einer zumutbaren Tätigkeit oder Einsatz von Vermögen/Einkommen sicherstellen können. Vorrangig vor einem Leistungsbezug aus Steuermitteln ist jedoch immer die Selbsthilfe.

Zu den finanziellen Leistungen im Sozialgesetzbuch II (SGB II) zählen die pauschalierte Regelleistung zur Bestreitung des Lebensunterhaltes, die Übernahme angemessener Kosten für Unterkunft und Heizung, sowie bestimmte einmalige Leistungen bzw. Mehrbedarfe. Ebenfalls werden vom Jobcenter pauschalierte Beiträge zur Kranken-, und Pflegeversicherung entrichtet.

Für die Leistungen zum Lebensunterhalt ist eine vorherige Antragstellung erforderlich. Die Antragstellung gilt dabei rückwirkend zum Ersten des Monats. Einen Antrag stellen Sie am besten persönlich und kommen mit Ihrem Ausweis zu unseren Öffnungszeiten vorbei. Bei einem Termin erhalten Sie die Antragsvordrucke ausgehändigt und die erforderlichen Antragsunterlagen erläutert.

Leben und wirtschaften Sie mit mehreren Personen in einem Haushalt bilden Sie im Regelfall gemeinsam eine Bedarfsgemeinschaft. Von jedem Mitglied dieser Bedarfsgemeinschaft wird erwartet, dass sein Einkommen und Vermögen zur Deckung des Bedarfs der gesamten Bedarfsgemeinschaft eingesetzt wird. Der Antrag wird daher auch immer für die gesamte Bedarfsgemeinschaft gestellt.

Die Gewährung von Leistungen zum Lebensunterhalt soll nur eine vorübergehende Unterstützung sein. Ziel ist, dass Sie Ihren Lebensunterhalt wieder selbst bestreiten können. Sie müssen daher auch alle Möglichkeiten nutzen, um Ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern. Hierbei unterstützen wir Sie.

Bitte beachten Sie, dass die finanziellen Leistungen im SGB II nicht - wie beim Arbeitslosengeld I, der früheren Arbeitslosenhilfe oder anderer Lohnersatzleistungen- in Bezug zu Ihrem letzten Einkommen stehen, sondern ausschließlich bedarfsbezogen im Rahmen gesetzlicher Vorgaben berechnet werden.